Risiko und Rendite.

Warum mehrere gute, nicht korrelierte Renditequellen das Risiko stärker senken als jede einzelne gute Anlage.

Wissensbereich 03 · Lesedauer 2 Min. · Stand 06.11.2026

Renditequellen

Jede Anlage ist für Dalio eine Renditequelle, eine Reihe von Erträgen über die Zeit. Seine wichtigste Erkenntnis für das Investieren betrifft nicht die Auswahl der einen besten Quelle, sondern die Kombination mehrerer Quellen.

In seinen Prinzipien beschreibt er, dass sich mit etwa 15 bis 20 guten Renditequellen, die nicht miteinander korreliert sind, das Risiko erheblich senken lässt, ohne die erwartete Rendite zu senken. Er nennt das den Heiligen Gral des Investierens.

Korrelation

Entscheidend ist nicht die Zahl der Anlagen, sondern wie unabhängig voneinander sie sich bewegen. Zwei Anlagen, die sich fast gleich bewegen, sind praktisch eine einzige Renditequelle. Viele Aktien sind deshalb noch keine Streuung im Sinne Dalios, wenn sie alle vom selben wirtschaftlichen Umfeld abhängen.

Der Nutzen der Streuung wächst mit jeder zusätzlichen Quelle, die sich anders verhält als die bisherigen. Er nimmt ab, je stärker die neuen Quellen mit den vorhandenen gleichlaufen.

Rendite im Verhältnis zum Risiko

Dalio misst die Güte eines Portfolios am Verhältnis von Rendite zu Risiko, nicht an der Rendite allein. Ein besseres Verhältnis erlaubt, das gewünschte Risiko bewusst zu wählen, statt es hinzunehmen.

Seine eigene Herleitung beginnt mit einer schweren Fehleinschätzung Anfang der 1980er-Jahre, die ihn fast alles kostete. Er schildert, wie er daraus die Frage ableitete, wie man von Chancen profitiert, ohne das Risiko des eigenen Irrtums allein zu tragen. Die Antwort war Streuung über Renditequellen, die nicht zusammenhängen.

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